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Here I am

So, der erste Schritt ist getan. Der Umzug des Bloggs ist getan. Nun sollte Standardmäßig der erste Eintrag folgen. Hmm, gibs es etwas Neues? Etwas Erzählbares? Ich denke schon, allerdings nicht in der kurzen Zeit, die mir bleibt. Worte müssen wohl gewählt werden... Daher verbleibe ich hier mit einem "Herzlich Willkommen" und verabschiede mich vorerst von euch...

10.1.08 11:54, kommentieren

Urlaub

Nun steht meine erste Urlaubswoche in diesem Jahr an... Aber es gibt viel zu tun. Einkaufen für den Umzug, Mietvertrag unterschreiben, Bankangelegenheite klären... Eigentlich hatte ich mich auf ne ruhige Woche gefreut, aber ich denke, die wird sehr schnell umgehen.. Leider... Aber ich werde zwischendurch berichten, was sich so ereignet hat... Wenn es wen interessiert ;-)

13.1.08 13:39, kommentieren

S? So ist es...

Es fehlt mir... Mir fehlen die Abende, an denen wir geredet haben. Mich überkommt die Angst, dass es alles vorbei ist. Warum ich das denke? Es war bisher immer so. Die Zeit wird kommen, da wir nichts weiter sind als eine Erinnerung. Irgendwann wirst du mich als eine frühere Bekanntschaft sehen und ich werde hier sitzen und an die vielen schönen Stunden denken. Ob ich eine Minuten bereue? Nein... Ich würde jede Stunde, in der ich geweint habe, noch einmal weinen, wenn ich dafür noch einmal deine Nähe und Geborgenheit spüren dürfte. Du hast gesagt, das du Angst hattest. Aber sind Ängste nicht dazu da, damit man sich ihnen stellt?

Ich weiß, ich verlange viel. Aber alles, was ich will, ist eine Chance, die du mir nicht geben kannst. Aber ich schulde dir zu zeigen, das du nicht bist wie die anderen. Du bist besser. Denn dank dir hatte ich nach langer Zeit wieder das Gefühl, das ich nicht nur irgendein Penner, ein Niemand bin...

14.1.08 11:35, kommentieren

Es ist doch ein friedlicher Ort...

Wenn ich die Schreckensbilder seh‘ von Coventry und Rotterdam,
von Nagasaki und Berlin, von Dresden und Hiroshima,
wenn ich in alten Wochenschau‘n die Flugzeuge aufsteigen seh‘,
die ihre abscheuliche Fracht abwerfen in ein fernes Ziel,
dann wird mir der Motorenklang zu einem widerlichen Lärm,
empfinde ich Trauer und Scham, dann ist mein Sinn zu Tod betrübt.

Es ist doch ein friedlicher Ort
dort oben, eine Welt weit fort
von Hass und Zorn, einsam und frei auf Silberschwingen.
Wie kann es dann nur möglich sein,
dass sie vom Himmel Feuer spei‘n
und tausendfachen Tod und Qualen bringen.

Mit Ikarus und Dädalus, mit Leonardo haben wir,
solange, wie‘s uns Menschen gibt, den Traum vom Fliegen mitgeträumt.
Und kaum hat sich der Wunsch erfüllt, der uns der Freiheit näherbringt,
missbrauchen wir schon das Geschenk als Waffe und als Mordwerkzeug.
Und wenn ich seh‘, was Menschen nun damit gemacht haben bis heut‘,
und was sie damit Menschen tun, dann bin ich nicht stolz, Mensch zu sein.

Bedenkt ihr, die ihr heut‘ aufsteigt in waffenstarrendem Gerät,
dass ihr die Bomben werfen müßt, fragt euch, ob ihr das wirklich wollt.
Bedenkt, ihr habt es in der Hand, zuletzt liegt es an euch allein,
dass sich das Erbe Ikarus‘ nie und nie mehr mit Blut befleckt.
Bedenkt, das Glück des Fliegens ist doch eine Gnade, ein Geschenk,
Das uns menschlicher machen muss und nicht mit Schuld einhergeh‘n kann.

1 Kommentar 14.1.08 12:39, kommentieren

Abschied nehmen

Ich hab gesagt, ich ginge nur schnell rüber, ein paar Dinge aus dem alten Haus holen. Alt ist es wirklich. Und so voller Erinnerungen. Ich drehe den alten, rostigen Schlüssel herum und betrete das Haus, in dem ich aufgewachsen bin und in dem meine Oma noch bis vor kurzem wohnte, bis sie von uns gegangen ist. Es ist still und leer. Ein seltsamer Geruch steigt mir in die Nase. Es ist der Geruch von Einsamkeit, denn zum ersten mal in meinem Leben bin ich ganz allein in diesem Haus. Um Abschied zu nehmen. Ich betrete das alte Esszimmer, den Ort, an dem ich meine Oma das letzte mal lebend gesehen und ihre Hand gehalten habe. Es macht mich traurig, jetzt ohne sie hier zu sein.

Ich entdecke alte Fotos aus Zeiten, in denen ich noch nicht einmal geboren war. Zeiten, in denen ich nicht einmal für meine Eltern als Idee existiert habe. Ich nehme ein Bild meiner Oma. Sie war eine wirklich schöne Frau. Ich lege das Bild zurück an seinen Platz und mache mich auf den Weg nach oben, um noch einmal mein altes Zimmer zu betreten. Rechts an der Wand steht noch das alte Doppelbett und direkt darüber hängen meine Medaillen. Ich weiß nicht mehr, wann ich welche gewonnen habe, aber ich erinnere mich daran, wie stolz meine Oma und mein Opa waren, wenn ich vom Wettkampf mit einer Medaille wieder heim kam.

Im Schrank entdecke ich einige meiner alten Spielzeuge, mein erstes, ferngesteuertes Auto. Ich muss 9 oder 10 gewesen sein, als ich es zu Weihnachten bekommen habe.

Lange bleibe ich im Zimmer stehen und schaue mir all diese Dinge an, die mir damals so viel Freude bereitet haben. Schließlich nehme ich einige Dinge, die ich mit in die neue Wohnung nehmen möchte und gehe die knarrende, alte Treppe mit dem grünen Teppich wieder runter. Ich stehe im Flur und atme tief ein, um den Geruch der Erinnerung, die alten Zeiten, alles, was meine Kindheit war in mich aufzusaugen und nie wieder los zu lassen. Dann schalte ich ein allerletztes mal das Licht aus und schließe die Tür ab. Dann lege ich meine Hand an die alte Wand und sage leise "Leb wohl."

21.1.08 19:08, kommentieren