Es war gut...

Es fühlt sich seltsam an. Ich komme von der Arbeit und bin leer, ausgepowert. Aber ich fühle mich gut. Ich habe das getan, was ich am besten kann. Dieses Gefühl habe ich lange nicht mehr gehabt. Sonst schleppe ich mich 8 Stunden durch den Arbeitstag und mir graut es vor dem nächsten Tag. Aber heute nicht. Wie gesagt, ich bin sehr, sehr müde, aber ich möchte noch nicht schlafen. Ich will dieses Gefühl genießen. Einfach auskosten, dass ich mich gut fühle und nichts daran etwas ändern kann. Vielleicht, irgendwann, kommt eine Zeit, in der ich öfter so fühle. Hoffnung gibt es immer...

17.6.08 07:29, kommentieren

wie viele Songs bekommt ihr da raus? ^^

 

„Sag mal, wo kommst du denn her!?“ - „Bist du taub, ich bin der König von Mallorca, komme aber gerad von Westerland und hab da die fette Elke 1000 mal berührt, aber jetzt genieß ich meine Freiheit.“ - „ich hab gedacht, du wärst dieser Junge, der aus Mexico nach Istanbul gefahren ist.“ -“Nein, da liegst du falsch, denn mit Pfefferminz bin ich dein Prinz und obwohl ich so sexy bin, hab ich damals gesagt Buenos Dias Argentina, aber ich hatte mich geirrt. Denn trotz der vielen Regenbögen wurde mir irgendwann klar, das ich im Zug nach Nirgendwo saß. Scheinbar hatte sich der Schaffner vertan und am Abend vorher zu viel Johnny Walker gehabt. Aber ich sags ja immer wieder, der Teufel hat den Schnaps gemacht. Und als ob das nicht schon genug wäre, traf ich am Bahnsteig noch Billy Jean, die aber den Sonderzug nach Pankow nahm. Ich dagegen dachte mir, eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön, packte meine Koffer und machte mich mit Bonny auf over the ocean. Irgendwann kamen wir an eine Insel mit 2 Bergen und ich hatte tierisch Lust auf Sunshine Reggae, aber der Kapitän rief nur Sail Away. Und als wir anlegten, gings gleich in einem Taxi nach Paris. Und mir war irgendwie klar, das dieser Weg kein leichter sein wird, aber Ich bin reich und daher war der Taxifahrer völlig willenlos und musste mich dahin bringen. Dort angekommen gabs erstmal Dosenbier, denn das macht schlau. War aber scheinbar zu viel, denn es raubte mir alle Erinnerung an Claudia, die hat jetzt nen Schäferhund. Aber jetzt, wo ich darüber nachdenke, hab ich Flugzeuge im Bauch und würde am liebsten nach Bochum, weil sie da so viele Männer kennen gelernt hat. Damals hat sie mir gesagt, wenn i mit dir tanz, dann vergess i die zeit und ich glaube es war ein wink mit dem Zaunpfahl als sie mir sagte, dass sie keine Schokolade will, lieber einen Mann. Aber ich war in Gedanken wohl noch in Chicago und jetzt ist es zu Spät für Teenager Liebe.“ -“Hachja und Alohaheja, I would do anything for love, aber seitdem Michaela schluss gemacht hat, denke ich mir nur noch Let it be, das war Yesterday und mir bleibt ja noch mein Knallrotes Gummiboot.“ - „Apropos Boot, weißt du wie ich hier zum Meer komme? Da will ich hin und mir ein Sexy Eis kaufen, dass bring ich dann zu Theo nach Lodz und das alles aus Liebe.“ - „Zum Meer? Klar weiß ich, wo es da langgeht, immerhin bin ich Nordish by Nature und der Picknicker.“ „Ok, schieß los, aber ich hab nicht viel Zeit, denn ist Zeit das sich was dreht.“ - „Jein, das kannst du so auch nicht sagen... Oh, warte mal, da vorne kommt ja Manuel, aber lass da die Finger von.“ - „Manuela? Ist es die da, die da am Eingang steht?“ - „Nein, jetzt ist sie weg. Du bist zu langsam und das als Soul man. Sagtest du nicht immer, everybody needs somebody?“ - „Ja, aber das war im Summer of ´69.“


to be continued...

2 Kommentare 2.6.08 16:22, kommentieren

Vielleicht ist alles nicht mehr wichtig...

Vielleicht ist das alles nicht mehr wichtig. Das Geld, das Auto, die Wohnung, die Arbeit. Vielleicht ist die Freundschaft, die Liebe und das Vertrauen nicht mehr wichtig. Wie wichtig ist es denn, wenn ich mich gut fühle, oder traurig? Wie wichtig ist es denn, wenn ich ihr nach weine? Wie wichtig ist es denn, wenn ich jeden Tag an sie denken muss? Ist es wichtig, das ich gesund bin? Wenn alles keinen Sinn mehr macht, ist es dann noch wichtig?

2 Kommentare 16.4.08 12:16, kommentieren

Die Welt verstehen?

Um mich herum ist alles voller Welt. Will ich die Welt verstehen? Manchmal möchte ich sie mir nicht einmal ansehen. Im Kiosk auf der Arbeit werfe ich einen flüchtigen Blick auf die Titelseite einer großen, deutschen Tageszeitung. Die mit den 4 Buchstaben. Ich bin jetzt schon genervt... Seite 1: Eine attraktive, junge, halbnackte Dame. Genau das nervt mich. Halbnackt. Ich will keine halbnackte, auch keine ganznackte. Es ist mir egal, das Lucy die Haare schön hat, oder Evelyn einen Mechaniker als Mann will, der ihr den Motor schmiert. Wer denkt sich eigentlich diese beschissenen Texte aus?

Was noch? Irgendwer hat irgendwen umgebracht. Naja, passiert ja irgendwie jeden Tag, aber es juckt mich nicht mehr wirklich. Normal ist das nicht, oder?

Oh, noch besser. Irgendwo in Grönland ist ein Klumpen Eis in sich zusammen gefallen. Jetzt höre ich die Klimaforscher wieder schreien. Erderwärmung! Wir müssen handeln, jetzt, sofort, für unsere Kinder. Unseren Staatsdienern in Berlin wird das sicherlich reichen, um wieder irgendeine Steuer anzuheben. Natürlich nur, um unseren Planeten zu retten. Ich freue mich jetzt schon. Mir wird ja jeden Tag gesagt, das ich den Planeten retten kann, wenn ich meinen Knopf am Fernseher ausmache und mir überall in der Wohnung hässliche Energiesparlampen in die Decke drehe. Währenddessen werden weltweit jeden Tag Atomwaffen produziert und getestet. Aber ich soll den Planeten retten, ist klar. Vor meinem geistigen Auge sehe ich mich schon da stehen. Vor mir eine glänzende Atombombe und ich mit meiner Energiesparlampe in der Hand und dem guten Gefühl, den Knopf am Fernseher ausgemacht zu haben. Ich und mein Fernsehknopf gegen die Atombombe. Was für eine Macht ich scheinbar habe.

Wäre es nicht weitaus effektiver, wenn Mr. Klimaschutz himself, Al Gore, zu seinen scheiß Vorlesungen nicht im Privatjet durch die Welt düsen würde, sondern im Linienflug? Oder nimm doch mal die Bahn, du Erdmann. Oder noch besser, bleib zu Hause und schreib eine Kolumne für die FAZ, oder was weiß ich.

Und wie wäre es, wenn Mrs. Angie Merkel zum Antrittsbesuch nicht dauernd nach Timbuktu oder sonst wo hin fliegen würde, nur um die Hand von einem zu schütteln, der Präsident oder sowas geworden ist? Geht auch per Telefon: Wählen-tut tut-Glückwunsch, Mr President-Auflegen-Erledigt. Aber ich und mein Knopf, wir retten die Welt, ist klar.

So, raus, weg von der Zeitung. Weg von diesen Nachrichten. Raus... Nach Hause. Zu Hause? Ja, schön hier. Aufräumen und putzen müsste ich. Aber schön ist es trotzdem. Tolles Licht habe ich. Keine Energiesparlampen. Tolles, klimaschädigendes Licht. So, Pause. Kaffe kochen, Kaffee trinken, entspannen. Und jetzt? Langeweile.

Den Fernseher an? Never. Was bringt es? Kabel 1 und VOX wollen mir zeigen, wie toll es ist, in ein Land auszuwandern, von dem ich keine Ahnung habe und nicht einmal die einheimische Sprache spreche. Versagen kann ich auch in Deutschland, spare ich mir den Jetlag. Flieg ohne mich, Famlie Durchschnitt. Und wie Tine Wittler und ihr Heimwerker-Quartett die Küche von Familie XYZ auf Vordermann bringen, interessiert mich ja noch weniger. RTL 2 will mir erzählen, das es total toll ist, sich 24 Stunden am Tag irgendwelche Leute rein zu ziehen, die in einem verkabelten und verwanzten TV-Bunker fest sitzen und sinnloses Zeug vor sich hin brabbeln. Hin und wieder wird mal gefickt, aber davon hab ich auch herzlich wenig. Mich interessiert ja nicht einmal, was mein Nachbar von nebenan treibt, warum sollte mich das bei diesen Leuten jucken?

RTL geht ja noch einen Schritt weiter. Die sagen mir jetzt schon, wer morgen mein musikalischer Superstar ist. Vielen Dank dafür. Das einzig Gute an diesen talentfreien Medienhuren ist, das sie Übermorgen schon wieder weg sind und nur noch Autohäuser und Baumärkte eröffnen. Deswegen gehe ich am Eröffnungstag nie in einen Baumarkt.

Programmplatz 34. UErotiv-TV oder so ein Kram. Irgendein Ost-Europäer blubbert irgendeinen schwerverständlichen Stuss in ein Toysworld-Mikro, während sich geschätzte 6 bis 10 mehr oder weniger attraktive Damen in Klamotten auf der Couch räkeln, die Anfang der 80er Jahre gewagt waren. Ich vermute, das es seine Schwestern und Tanten sind. Was man für 35€ die Woche und ein 6-Monats-Visum nicht alles macht. Kann der Typ mal die Fresse halten? Die Musik ist nämlich nicht schlecht. Ach, scheiß drauf. Aus den Fernseher. Aber der Knopf bleibt an. Ich brauche ihn für den bevorstehenden Atomkrieg. Mit ihm werde ich den Kampf gegen den nuklearen Donnerschlag gewinnen. Mein Knopf und ich ziehen in den Krieg.

Was jetzt? Eine Zigarette rauchen. Und noch eine. Dazu eine Flasche Bier. Noch eine Zigarette. Und noch ein Bier. PC an, online gehen, 4, 5 oder 6 Fenster auf. Die Messenger an. Eine Zigarette. Noch eine. Ich rauche zu viel. Da kommt die Frage. Was ist mit S.? Gibt es was neues wegen S.? Es gibt immer neues wegen ihr. Jeden Tag. Jeden Morgen, jeden Abend, jede Nacht. Sie ist da. In meinem Kopf. Allgegenwärtig. S? Verschwinde aus meinem Kopf. Geh, verschwinde, lass mich allein.

Nein, gehe nicht. Bleib bei mir. Gehe nicht. Bleib allgegenwärtig. Bleib in meinem Kopf.

Ja, sie hat gesagt, das sie mich sehen will. Wann? Ich habe keine Ahnung, wann. Es wird nicht passieren. Woher ich das weiß? Ich weiß es, weil sie in meinem Kopf ist. Sie gehört dahin. Nur da habe ich sie, sonst nirgendwo. Ich werde sie nicht sehen. Es ist eine zu lange Zeit bis zu dem Tag, an dem sie mich sehen will. Es wird nicht passieren.

Ich brauche eine Zigarette. Keine Pause, nur eine Zigarette. Nein, sie bleibt in meinem Kopf, egal, wie viel ich noch rauche.

Gleich werde ich ins Bett. Der Fernseher? Der bleibt aus. Nur der Knopf bleibt an. Er ist mein Atomschutzbunker. Ich werde lesen. Ja, lesen. Ein Buch. Bis zum Schluss. Ich verstehe das Buch nicht. Ich verstehe mich ja selbst nicht. Wenn ich mich selbst nicht verstehe, die Frau in meinem Kopf nicht verstehe, wie soll ich die Welt verstehen?

Versteht mich irgendwer? 

2 Kommentare 27.3.08 21:28, kommentieren

Wenn Zeit eine andere Bedeutung bekommt...

Wenn ein Freund vor dir steht und lächelt, obwohl der Kampf gegen den Krebs scheinbar hoffnungslos scheint, dann erleben wir eines von Gottes wahren Wundern.

4 Wochen noch, sagtest du mir heute, dann kommt die Stunde der Wahrheit. In wenigen Augenblicken entscheidet sich, ob all das Hoffen, Bangen und Beten, ob all die Operationen und die Therapien vergebens waren. Bitterkeit kommt über mich, wenn ich daran denke, dich zu verlieren. Aber du steckst so voll Energie und Freude, das ich mich nicht traue, Schwächen zu zeigen.

Und als du mir sagtest, das wir uns bald wiedersehen und ich die Kraft in deinem Händedruck spürte, war ich stolz wie nie zuvor, dich meinen Freund nennen zu dürfen.

Möge dich das Glück, die Liebe und die Hoffnung aller Menschen, die dich lieben, auf deinem weiteren Weg begleiten.

1 Kommentar 11.3.08 15:52, kommentieren

Herz vergeben, Herz verschenkt...

Susi, ich habe dir mein Herz gegeben. Es fehlt ein Stück in mir. Nur du allein besitzt die Macht, seinen Schmerz zu lindern.

"Es gibt keine Hoffnung", sagt mir mein Verstand. Meine Kraft, mein Glaube und meine Liebe hätten dich begleitet, bis in die tiefsten Abgründe der Hölle, bis zum anderen Ende der Welt. Und ich wäre dir gefolgt, zu jedwedem Ende, selbst bis in den Tod.

Es gibt Momente, da wünscht´ ich, meine Augen hätten deine nie gesehen, denn dann könnt´ ich einfach so an dir vorüber gehen.

Und jetzt versuch ich zu begreifen, was ich nie verstand. Warum zwei Menschen, die sich einst so nah waren, so tun als hätten sie sich nie gekannt.

11.3.08 15:45, kommentieren

Mitternachts-Melancholie

Nun sitze ich hier zu so einer späten Stunde und grübele vor mich hin, als wäre ich ein alter Mann, der auf sein Leben zurück blickt.

Die Freude über das Musical hält immer noch an, aber sie mischt sich mit der Trauer und der Einsamkeit. Ich weiß nicht einmal genau, worüber ich traurig bin, denn der Urlaub war der Schönste seit langem. Eben noch habe ich mit einigen Online-Bekanntschaften geschrieben und gelacht und nun kämpfe ich mit den Tränen. Und ich beschließe, ein wenig Musik zu hören. Musik von Menschen, die so unglaublich viel geleistet haben und leider viel zu früh von uns gegangen sind. Falco, Janis Joplin, Freddy Mercury, Rio Reiser... Einfach so unendlich viele Menschen, die Leuten wie mir Kraft geben und ein wenig Hoffnung schenken. Und während ich hier sitze und eine Träne weg wische läuft "Mr. Bojangles" vom großartigen Sammy Davis Jr.

Und obwohl das Lied mich traurig stimmt, wird mir dabei eines wieder klar....

Es ist die Musik, die dich wach hält, wenn du des Lebens müde bist...

8.3.08 00:50, kommentieren